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  • AutorenbildMarija

Vom Bashing der Hüter echter Agilität

Das Bashing wird immer grösser. Bashing gegen Agilität, die falsch umgesetzt wird.


  • Gegen unrealistische Erwartungen hinter agilen Transformationen seitens der Auftraggeber,

  • gegen Agilisten, die nur Zertifikate haben jedoch zu wenig Erfahrung

  • gegen zu große, vermeintlich einengende agile Frameworks  - jeder kennt jemanden der beispielweise SAFe hasst, stimmt´s?

  • Es passiert Bashing gegen die Menschen, die per se kein agiles Mindset haben – wie kann man nur?!

  • und gleichzeitig findet Bashing statt, gegen Menschen, die einfordern man müsse am Mindset arbeiten, damit es agil wird. – OMG, so etwas zu verlangen ist übergriffig - wie kann man nur?!   

Warum passiert so viel Bashing, so viel Kritik an Menschen und an Umständen?

Aus der Sicht des Kritisierenden kann es der Emotionsregulation dienen. Sie nehmen eine Situation wahr, die so wie sie ist, nicht in Ordnung ist. Nehmen sie „falsche“ Agilität wahr, können unterschiedliche Emotionen auftauchen, z.B.:


  • Ärger, dass man auf diesem Weg nicht das Ziel der echten Agilität erreicht, die Benefits davon nicht heben kann.

  • Verachtung darüber, dass die Werte und offene Grundhaltung echter Agilität nicht gewahrt werden

  • Angst davor, dass Agilität durch Pseudo-Umsetzungen zu einem inhaltsleeren Begriff verkommt

  • Und hinter diesen Gefühlen versteckt sich vielleicht eine Trauer darüber, dass die Chance auf echte Agilität zu früh und ohne Not vertan wird.


Alles nachvollziehbar! - Bashing hilft der kritisierenden Person, mit den Emotionen klarzukommen, dem eigenen Ärger Luft zu verschaffen. Seine Werte nochmals überdeutlich darzustellen. Risiken aufzuzeigen, damit das Schlimmste nicht passiert.  


Bashing als persönlichen Emotionsregulation – danach geht es einem besser.


Wie aber können die Bashing- Posts auf andere wirken? Z.B. auf eine Person, die hauptverantwortlich ist, eine Transformation zusammen mit den Mitarbeitern in der Organisation in die Umsetzung zu bringen?  


In dieser Situation brauchen Transformationsverantwortliche (und alle anderen) ein Mindestmaß an Zukunftsvision, an Zuversicht, Umsetzungskraft, innerer Sicherheit. Sowie das Gefühl, es mit den anderen zusammen schaffen zu können.  


Wie sehr sind die Bashing-Posts geeignet, die Zuversicht in Transformation zu stärken? Sicherheit zu geben? Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken?


Meiner Wahrnehmung nach, entsteht eher das Gefühl, dass egal, wie man es macht, es ohnehin nur falsch machen kann.  Es warten an allen Stellen nur erhobene Zeigefinger von Hütern echter Agilität. Schlimmstenfalls nutzt man all die negativen Kommentare, um sich gegen eine Transformation zu entscheiden, obwohl sie längst überfällig ist.  


Die einzelnen Beweggründe für Bashing Posts mögen zwar nachvollziehbar sein. In der Wirkung auf das eigentliche Ziel „wirklich erfolgreiche agile Transformation zu betreiben“ ist es kontraproduktiv.


Ja Transformationen sind herausfordernd, jeder möchte mal auf einen Sandsack einschlagen, aber hey Leute:


Lasst uns nach der emotionalen Abreaktion zu den wichtigen Fragen zurückkehren:

Wo geht die Reise hin und wie schaffen wir es leichter, wie bleiben wir dauerhaft auf dem Weg? Gegenseitige Ermutigung statt erhobener Zeigefinger.

Antworten statt Vorwürfe.



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